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Tag des Handwerks am 21.09.2019 in Hildesheim



Das Handwerk präsentiert sich auf der Lilie


„Wir sind Handwerker. Wir können das“- so lautet das Motto, unter das der deutschlandweite Tag des Handwerks am Sonnabend, 21. September 2019, gestellt ist.  
Die zahlreichen Aktionen auf nationaler und regionaler Ebene sollen der Öffentlichkeit zeigen, dass unser Leben heute und auch in Zukunft ohne das Handwerk nicht vorstellbar ist.
Dazu erklärt Kreishandwerksmeister Ulrich Sackmann: „Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan. Über 15.000 Handwerker/innen in rund 2500 Betrieben im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld engagieren sich an 365 Tagen im Jahr mit Know-how und Leidenschaft für unser modernes Leben.“


Am 21. September begehen die hiesigen Innungen daher zum fünften Mal den bundesweiten Tag des Handwerks. Die Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld lädt am Sonnabend auf den Platz an der Lilie ein. Von 11 bis 15 Uhr soll es dort vor allem um Spiel und Spaß gehen. Geschäftsführer Reiner Wendlandt: „Wir wollen an diesem Tag in erster Linie zeigen, dass wir in den Innungen und die Innungen wiederum miteinander ein Zusammengehörigkeitsgefühl empfinden und dass wir auch gern Spaß miteinander haben.“


Ein „Human-Table-Soccer“-Turnier am Sonnabend auf der Lilie soll Spaß und Sport verbinden. Um
11 Uhr wird die Veranstaltung mit dem Spiel einer Prominentenauswahl gegen Vertreter des Handwerks eröffnet. Anschließend treten neun Innungen gegeneinander an. Dabei sind auch die Hildesheim Invaders, die gegen 12 Uhr auflaufen mit eigenem Team.

Dachdecker-Innung Alfeld    

Unternehmerfrauen
Bau- und Zimmerer Innung
Sanitär-Innung Alfeld
Sanitär-Innung Hildesheim
Elektro-Innung
Forum Handwerk Hildesheim
Hildesheim Invaders
Tischler-Innung
Schornsteinfeger-Innung


Die Mannschaften sind bunt gemischt- es spielen Gesellen, Firmeninhaber und Auszubildende mit.

Die Unternehmerfrauen, die als selbstständige Unternehmerinnen, als Ehefrauen, als Partnerinnen, als Töchter, die Betriebe im kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Bereich unterstützen und häufig im Verborgenen arbeiten, versorgen die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Ulrich Sackmann: „Wir sind ja alle mehr kleinbetrieblich organisiert, aber zusammen eine große Wirtschaftsmacht. Und wir sind stolz darauf, dass wir vor allem im Bereich Ausbildung sehr viel tun. Das wollen wir an diesem Tag vermitteln.“ An die Kinder ist natürlich auch gedacht: Es gibt ein interessantes  Rahmenprogramm für Kinder. So wartet auf den Nachwuchs eine Hüpfburg und Kinderschminken betreut von den Unternehmerfrauen.

Mit dabei das Team dieaktuellekamera.de     

Berichterstattung, Bild und Video


90 Prozent der Handwerksbetriebe mit ihren Auszubildenden zufrieden
Landesweite Umfrage unter den niedersächsischen Handwerksbetrieben erfolgte von Anfang bis Ende August 2019. Über 2.100 Betriebe beteiligten sich.

Auf die Frage: „Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Auszubildenden?“ antworteten 23 Prozent der Betriebe mit „sehr zufrieden“, 66 Prozent mit „zufrieden“. Nur 11 Prozent zeigten sich „unzufrieden“.

Schaut man auf die „sehr zufriedenen“ Betriebe, so wird deutlich: Die Betriebe schätzen an ihren Auszubildenden „Zuverlässigkeit“, „Interesse und Aufgeschlossenheit“, „Motivation und Teamfähigkeit“ sowie „Disziplin und Umgangsformen“. Diese Social-Skills spielen für Ausbildungsbetriebe eine konstant wichtige Rolle. Bei den weniger zufriedenen Rückmeldungen werden vor allem Mängel bei den „elementaren Rechenfertigkeiten“ sowie bei dem „mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen“ angeführt. An dieser Stelle sind vor allem die Elternhäuser und Schulen gefordert, Wert auf eine gute Grundbildung zu legen. Aus der Umfrage im letzten Jahr ist jedoch bekannt, dass inzwischen viele Betriebe ihre schwächeren Auszubildenden mit Nachhilfe und Schulmaterialien unterstützen.

Ein besonderes Augenmerk haben die niedersächsischen Handwerksbetriebe auf die schulische Berufsorientierung. Zwei Drittel nehmen an Berufsorientierungsmaßnahmen der Schulen teil. 95 Prozent der befragten Betriebe gaben zudem an, Schülerpraktika anzubieten. Für die Betriebe bietet dies die Möglichkeit, sich den Schülerinnen und Schülern zu präsentieren und Vorbehalte gegenüber dem Handwerk abzubauen.

Schulische Leistungen sind im Handwerk jedoch nicht allein ausbildungsentscheidend. Auf die Frage: „Wie wichtig sind Ihnen die Schulabschlussnoten oder der Schulabschluss?“, antworteten 35 Prozent „wichtig“, 61 Prozent „weniger wichtig“ und knapp 4 Prozent „überhaupt nicht wichtig“. Dieses zeigt, dass im Handwerk grundsätzlich alle Jugendlichen eine Chance haben - auch junge Menschen mit schulischen Schwierigkeiten. Ihre Talente, persönlichen Stärken und ihre Begeisterung können sich im Handwerk vielfach besonders gut entwickeln. Positiv wirkt sich dabei das in vielen Betrieben vorherrschende, äußerst familiäre Betriebsklima aus. Außerdem erkennen diese jungen Menschen häufig nach jahrelangen schulischen Misserfolgen, dass sie etwas leisten können und sogar Anerkennung dafür erhalten.

Bereits seit einigen Jahren steigt allerdings auch der Anteil der Abiturienten im Handwerk kontinuierlich an. Heute absolvieren 12,3 Prozent der Auszubildenden mit Abitur ihre Ausbildung im Handwerk. Sie schätzen die Ausbildung als gute Basis für den beruflichen Einstieg. Besonders viele Abiturienten sind unter den Kraftfahrzeugmechatronikern, den Tischlern, den Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik oder auch den Gesundheitshandwerken, d.h. den Zahntechnikern und Augenoptikern zu finden. Dabei sind noch viele Betriebe zögerlich bei der direkten Ansprache von Abiturientinnen und Abiturienten. Nur 6 Prozent sprechen diese Schülergruppe direkt an. Dabei bietet der Weg nach der Ausbildung für die jungen Fachkräfte exzellente Perspektiven. So besteht die Möglichkeit, mit der Meisterprüfung betrieblich aufzusteigen und sogar später einen eigenen Betrieb zu gründen oder zu übernehmen.

Stefan Pietsch - Pressesprecher Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen

MEISTERMACHER

BBZ-Lehrwerkmeister zeigen Gesicht für ihr Handwerk und Flagge für die Meisterqualifikation.


Ohne den Meister läuft in Deutschland nichts. Darin sind sich die acht Lehrwerkmeister der Berufsbildungszentren an den Standorten Hildesheim und Göttingen einig. Sie alle sind erfahrene Dozenten in ihren Handwerken, die jährlich hunderte Gesellen und Meister bis zur Prüfung begleiten und optimal vorbereiten.

Die neue Imagekampagne der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen rückt einige der Lehrwerkmeister, die in den Berufsbildungszentren die Meisterkurse unterrichten, ins Rampenlicht. In den nächsten Wochen sind sie auf großen Plakaten und auf City-Light-Postern an Bushaltestellen zu sehen und stellen in Filmen auf den Social-Media-Kanälen der Kammer ihr Handwerk mitsamt Werkstatt vor. Doch viel wichtiger: sie sprechen offen über ihre Leidenschaft für den Beruf und ihren Antrieb als Handwerksmeister neue Meister ausbilden zu dürfen.


Neue Chefs fürs Handwerk – eine gesellschaftlich relevante Aufgabe

In den nächsten Jahren werden in vielen Handwerksbetrieben um Göttingen, Hildesheim, Holzminden, Northeim und Osterode neue Chefs gesucht. Viele Betriebsinhaber müssen nicht zuletzt aus Altersgründen die Übergabe an den Nachwuchs mit Nachdruck vorbereiten. „Schließlich geht es bei der Suche nach einem Betriebsübernehmer nicht nur um die Sicherstellung meisterlicher Qualität oder um die Ausbildungsleistung. Es geht um Arbeitsplätze“, sagt Ina-Maria Heidmann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer. „In den ländlich geprägten Regionen sind Handwerksbetriebe die wichtigsten Arbeitgeber vor Ort.“

Die Meistermacher der Handwerkskammer stellen sich in modernisierten BBZ-Werkstätten dieser enorm wichtigen Aufgabe und suchen nach fortbildungswilligen Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. 

Meisterbrief als beste Wertanlage

In keiner anderen Berufsgruppe ist die Erwerbslosenquote geringer als bei Meistern und Technikern. Mit nur 1,7 Prozent liegt sie sogar niedriger als bei Akademikern. Marc Mundt, Meistermacher für die angehenden Installateur- und Heizungsbauermeister, bringt es in seinem Imagefilm auf den Punkt: „Eine funktionierende Heizungs- oder Trinkwasseranlage wird und muss es immer geben.“ Darüber hinaus macht die weiterhin ausgezeichnete Auftragslage in vielen Gewerken die Investition in eine Meisterfortbildung zu einer der besten Wertanlagen. 


Jede Woche ein neues Video

Insgesamt acht Meistermacherinnen und Meistermacher werden wöchentlich (jeweils samstags) in einem neuen Video vorgestellt. Den Auftakt machten am 31. August Elektrotechnikermeister Ralph Hartwich und am 7. September Friseurmeisterin Bianca Swiridow. Es folgen: Torsten Vogt (Kfz-Technik), Marcus Hüls (Maurer und Betonbauer), Katrin Langer (Maler und Lackierer), Marc Mundt (Sanitär, Heizung, Klima), Dieter Syska (Fleischer) und Oliver Reiter (Betriebswirtschaftslehre und Ausbildereignung). Das letzte Video erscheint eine Woche vor der großen Meisterfeier der Handwerkskammer am 26. Oktober 2019, bei der auch in diesem Jahr wieder rund 350 Meisterinnen und Meister ihre Briefe überreicht bekommen. 

Die Videos werden auf dem Youtube-Kanal „BBZ Hildesheim-Göttingen“ und der gleichnamigen Facebook-Seite veröffentlicht. Auf Instagram sind sie unter „HWK Hildesheim-SNds“ zu finden.

Stefan Pietsch - Pressesprecher Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen 

Bildquelle: HWK Hildesheim-Südniedersachsen